Unsinniger Donnerstag, oder das Ei im Wintergarten!

 

Für Geflügel jeder Art gilt seit 8. Jänner in ganz Österreich und daher auch in Tirol Stallpflicht. Grund für die bundesweit verordnete Stallpflicht sind Fälle von Vogelgrippe außerhalb von Tirol. Die Produzent_innen von Freilandeiern (Anm.: früher waren die Hühner die Produzentinnen der Eier, ist das heutzutage anders?)  dürfen ihre Eier aber weiterhin als „Freilandeier“ verkaufen – auch wenn es keine sind. Das gilt so lange die verordnete Stallpflicht gilt.

Wie das möglich ist? Eine Verordnung des Bundesministerium erlaubt den Verkauf mit dem Zusatzetikett „Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen –  Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)“.  Aber nicht nur  Hendl-Wintergärten schützen den Eierdealer vor Umsatzverlusten. Auch Zelte und überdachte (Außen)Scharrräumesind erlaubt. Unbestätigten Informationen nach überlegt bereits Soziallandesrätin Christine Bau(e)r, ihre für Flüchtlingsunterkünfte angekauften, aber ungenutzten Tragluft-Zelte den Eierbäur_innen für die Freiland-Hennenhaltung zu überlassen.

Freilandeier werden gerne als Eier von „glücklichen Hennen“ bezeichnet. Leider waren die betroffenen Hennen zu keiner Stellungnahme über ihr tatsächliches „Glücklichsein“ in Wintergarten, Campingbehausung oder Scharrraumüberdachung bereit.

Anmerkung: Heue ist „Unsinniger Donnerstag“, ganz Tirol steht Kopf. Die Verordnung der Freilandhühnerhaltung in Wintergärten oder Zelten entspringt aber nicht diesem närrischen Treiben – sie ist herrschende Realität! So gesehen zeigt uns die „Herrschaft Politik“ wieder einmal, dass in ihrer Schar die größten Närr_innen zu finden sind, und nicht nur im Fasching…