VCÖ warnt vor höherer Mehrwertsteuer auf Öffi-Tickets

Der VCÖ weist darauf hin, dass österreichweit für mehr als 4,2 Millionen Menschen ihre Mobilität durch eine Steuererhöhung auf Öffi-Fahrkarten teurer werden würde. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fahrkarten des Öffentlichen Verkehrs von derzeit 10 auf 13 Prozent würde das Öffi-Fahren um 2,7 Prozent teurer machen. Zusätzlich zu den infolge der Inflation ohnehin jährlichen Preissteigerungen. Für längere Pendlerstrecken, Landeck/Innsbruck, würde das zu Mehrkosten von rund 30 Euro führen.

Zusätzlich wären auch Eltern von Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren von der Preiserhöhung betroffen. Besonders kritisch an dieser Steuererhöhung: Niedrigere Einkommen wären besonders stark betroffen. Während laut Statistik Austria 30 Prozent der Personen aus Haushalten mit niedrigem Einkommen täglich oder mehrmals die Woche öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sind es bei den Haushalten mit hohem Einkommen nur rund 25 Prozent und bei Haushalten mit mittlerem Einkommen nur 22 Prozent. Insgesamt nutzen zwei Drittel der Personen aus Haushalten mit niedrigem Einkommen öffentliche Verkehrsmittel.

Und auch aus ökologischer und ökonomischer Sicht sind höhere Steuern auf Fahrkarten des Öffentlichen Verkehrs kontraproduktiv: Wer beispielsweise als Pendler_in mit Bahn oder Bus statt mit dem Auto zur Arbeit fährt, trägt zur Verringerung von Verkehrs- und Umweltproblemen bei: Es ist ein Beitrag, Staus und Parkplatzprobleme zu reduzieren, der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 und von gesundheitsschädlichen Schadstoffen wie Feinstaub und Stickoxide wird verringert, die Verkehrssicherheit wird erhöht und damit sinken die Unfallfolgekosten.