Wer garantiert, dass die Mehrheit recht hat!

Die SPÖ suchte sich bei einer Mitgliederbefragung Entscheidungshilfe, ob es ein „JA“ oder ein „NEIN“ zum sogenannten Freihandelsvertrag mit Kanada geben soll. 88 Prozent der Teilnehmenden erteilten CETA eine klare Abfuhr. Das „sozial“ „demokratische“ Parteipräsidium entschied sich danach unter dem Motto (siehe Titel) eines ehemaligen gut genährten St. Pöltner Bischofs letztendlich für ein „JA“.

josefGratulation,…

…, denn Dank Kerns wurde dem Abkommen ein Beipackzettel über die gefährlichen Nebenwirkungen angeführt.

…, ohne CETA gäbe es später auch nicht (das wenn jetzt auch noch verneinte) TTIP.

…, ohne CETA wäre das Recht auf Profit durch neue soziale und ökologische Rahmenbedingungen beschnitten.

…, und natürlich auch dafür, dass sich der Kanzler lt. eigenen Facebook-Eintrag „in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv mit den Verträgen beschäftigt, dutzende Gespräche mit europäischen Regierungschefs geführt und etliche Runden mit der EU-Kommission und der kanadischen Regierung gedreht hat“, um Verbesserungen zu erreichen.

…, und natürlich hätte unser Vater(Mutter?)land mit einem NEIN international das Gesicht verloren.

Schluss mit dem Sarkasmus:

Wie reagieren jetzt die „betrogenen“ Mitglieder der SPÖ auf die „demokratische“ Entscheidung ihrer Parteiführung? Etwas Querellen aber letztendlich in Koalitionspartnermanier „Hände falten und Gosch‘n halten!“, oder haben sie endlich den Mut mit der nichts mehr an sozialdemokratische Werte erinnernden Parteiführung zu brechen, um links der SPÖ etwas neues entstehen zu lassen!