Zum Jahreswechsel, zum Nachdenken

Oft höre ich: „Ihr Politiker_innen seit ja alle gleich, kaum am Futtertrog langt ihr auch kräftig zu!“ Das mag für viele unterschiedlichsten Couleurs zutreffen, für Kommunist_innen allerdings nicht! Beispiel gefällig? Seit Ernest Kaltenegger 1998 Stadtrat in Graz wurde, wird bei der KPÖ ein Großteil der Polit-Bezüge der KP-Stadtrats- und Landtagsmandatar_innen für Menschen in Notlagen verwendet – alleine heuer wurden an die 1.200 Menschen finanziell unterstützt.

Bereits zum 20. Mal legten KPÖ-Mandatar_innen zum Jahresende am „Tag der offenen Konten“ die Verwendung ihrer Bezüge offen. In Summe wurde seit damals mit insgesamt 1.951.002,38 Euro 14.749 Familien und Personen geholfen. In diesem Jahr wurden insgesamt € 135.283,56 zur Unterstützung von Menschen in Notlagen zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld wurden 1192 Personen bzw. Familien unterstützt.

Die Grazer Stadträtin Elke Kahr betonte, dass es nicht nur darum geht, finanzielle Unterstützung zu leisten. „Der Hauptteil der Arbeit besteht darin, Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen. Bei uns in den Büros bleiben die Türen weiterhin für alle offen, die Rat und Hilfe brauchen!“ 

Claudia Klimt-Weithaler, Klubobfrau der KPÖ im Landtag: „Politikerinnen und Politiker sind durch ihre hohen Bezüge von der Lebensrealität der Bevölkerung weit entfernt. Wer von einem geringen oder auch durchschnittlichen Einkommen leben muss, hat oft Sorgen, die viele Politikerinnen und Politiker gar nicht mehr nachvollziehen können. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass es bei den Polit-Bezügen ein nachvollziehbares Verhältnis zu einem normalen Arbeitseinkommen gibt. Leider sind wir bisher damit alleine geblieben.“ 

In Summe wurden seit 1998 von den Mandatar_innen der KPÖ insgesamt € 1.951.002,38 an 14.749 Familien und Personen ausbezahlt. Im Jahr 2017 wurden die Mittel wie folgt eingesetzt:

Verwendungszweck Betrag in Euro unterstützte Personen
Unterstützung für Lebensbedarf, Gesundheit (enthält auch Schulkosten, Bekleidung, Heilbehelfe,
Spitals- und Arztkosten, Bädergutscheine)
57.089,57 765
Wohnungssanierungen 5.975,32 31
Mietzinszahlungen (Verhinderung von Delogierungen) 35.253,59 198
Strom- und Heizkosten 8.363,69 62
Reparaturen von Haushaltsgeräten, Boiler, Möbel 6.635,89 39
Kautionen, Mietvertragsgebühren, Verfahrenskostenbeilhilfe 19.915,50 89
Subvention Gesundheitseinrichtungen 2.050,00 8
Gesamtausgaben für Unterstützungen 135.283,56 1192

One Response to Zum Jahreswechsel, zum Nachdenken

  1. Waldhart Hilde sagt:

    Herzlichen Dank an alle die mitgemacht haben,wenn nur ein Teil von den anderen Politikern auch so mitmachen würden, dann könnten sie auch verstehen das man mit den Gehältern die vor allen Frauen verdienen nicht auskommen kann .

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